Das Recht auf Verschmutzung
Der Emissionsrechtehandel = Die Verschmutzungsrechte
Weltklimagipfel, Klimaschutz, CO2-Emissionen, Kyoto-Protokoll - Was regen sich die Menschen darüber auf, das Kanada sich aus dem Kyoto-Protokoll verabschiedet hat und die USA und China gar nicht erst dabei sind. Vielleicht gibt es ab dem Jahr 2020 ein neues internationales Abkommen, vielleicht aber auch nicht.
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Schlapper Emissionshandel - spiegel.de vom 18.12.'11 Klimasünde zum Preis einer Pizza |
Doch ist das wirklich alles gerechtfertigt? Millionen, wenn nicht sogar Milliarden Menschen regen sich darüber auf, wenn riesige Firmen große Mengen CO2 in die Umwelt blasen. Doch woher kommt denn ein großer Teil des billigen Kinderspielzeugs z.B. fürs Weihnachtsfest? Aus China - und, wollen wir in Zukunft darauf verzichten? Die großen Discounter in Deutschland, von denen einige auch von Zeit zu Zeit billige Plüschtiere, Teddys und vielerlei Plastikspielzeug anbieten, können es deshalb so günstig anbieten, weil die Ware aus China kommt, einem Land, wo nicht so sehr auf die Umweltverschmutzung geachtet wird, wo Niedrigstlöhne an der Tagesordnung sind und wo Unruhen in der Bevölkerung gekonnt von dem politischen System unterdrückt werden. Auch Billig-Kleidung, hergestellt in afrikanischen Ländern (oder dem asiatischen Raum) erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Viele Kunden verschwenden keinen Gedanken daran, unter welch menschenunwürdigen Bedingungen diese Waren hergestellt werden. Hauptsache die Ware ist billig, ach nee, billig hört sich so billig an, nehmen wir mal das Wort "günstig".
Ich finde es jedenfalls dämlich, das wir China immer beschimpfen, was die Emissionen angeht, aber gleichzeitig mit einem breiten Lächeln im Gesicht die Hände aufhalten, wenn es darum geht, Millionen von Tonnen an Billigwaren einzukaufen, die wir in Deutschland bei den gerechteren Löhnen und all den Umweltauflagen, nie so billig produzieren könnten. Billig-Weihnachtsartikel für Deutschland, aus China, einem Land das noch nicht einmal Weihnachten feiert. Und anschließend schimpfen wir darüber, das China die Umwelt vergiftet und ungerechte Löhne bezahlt. Welch Paradox.
Verschmutzungsrechte für jedermann
Doch damit nicht genug. Wenn ich so durch die Stadt fahre sehe ich viele Wände mit Graffiti beschmiert, sehe jede Menge Hundehaufen, Verpackungsmaterial aller Art auf den Gehwegen liegen, Kaugummi, zerbrochenes Glas u.s.w. und wenn ich so durch die Läden gehe, kommt es nicht selten vor, das ich Ware auf dem Boden sehe. Irgendeinem Kunde fällt etwas runter und viele von denen heben es dann nicht einmal wieder auf. Wenn ich dann noch einen Fast-Food-Laden besuche und all den Dreck und Müll sehe, die der Kunde auf den Tischen und manchmal auf dem Fußboden liegen läßt, dann fällt mir wieder das Thema "Verschmutzungsrechte" ein, von denen große Teile der Bevölkerung gerne Gebrauch machen und dabei hab ich hier noch nicht einmal was über den Zustand von öffentlichen Toiletten erwähnt.
Es ist traurig, doch dem ist so. Viele Menschen die ihre Umgebung zumüllen, dabei müssen es noch nicht einmal die sogenannten Messis sein, gehen hin und beklagen sich anschließend über große Firmen, weil sie zuviel CO2 ausstoßen oder über Atomkraftwerke, wegen fehlender Endlager für Atommüll. Dann drehen sie sich um, spucken ihr Kaugummi auf den Gehweg, lassen nochmal ihren Hund dahinmachen, schmieren irgendeinen Schriftzug an die Wand und gehen jammernd Nachhause, weil sie sich aufregen, das die Firmen zu billig an ihre Verschmutzungsrechte kommen und der Umwelt dadurch nicht geholfen ist.
Man muß sich heutzutage nur mal den Müll in einer Stadt ansehen. Den Dreck in den Fast-Food-Läden oder auf den öffentlichen Toiletten. Das sind nicht die großen "bösen" Firmen die das machen, sondern Millionen von "kleinen" Verbrauchern. Doch für diese Millionen von "kleinen" Verbrauchern gibt es keine Verträge zur Minderung der Verschmutzung, und wenn es sie geben würde, würden viele sie nicht unterschreiben, vermutlich weil sie sich sonst, in ihrer Freiheit ihre Umgebung zuzumüllen, eingeschränkt sehen. Sie sind somit auch nicht besser als die USA oder China beim Kyoto-Protokoll. Jawohl - "Verschmutzungsrechte für jedermann" - und wer das nicht glaubt brauch sich nur mal die Städte anzusehen und erkennt, wieviele davon ungeniert Gebrauch machen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. (18.Dez.'11)
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