Ökostrom bald unbezahlbar?

 

Ökostrom - spiegel.de vom 14.01.'12

Solarsubventionen übersteigen 100-Milliarden-Euro-Schwelle

Link: spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,809147,00.html

 

Der Ökostromaufschlag auf der Stromrechnung beträgt zur Zeit 3,59 Cent/kWh. Doch "Dank dessen" das immer mehr Photovoltaik-Anlagen ans Netz gehen, könnte demnächst der Aufschlag auf 4,7 Cent/kWh steigen. Für eine Familie* würde dann eine Mehrbelastung von 188 Euro im Jahr entstehen, zusätzlich zur eigentlichen Stromrechnung, nur wegen des Ökostromaufschlags. In dem SPIEGEL-Artikel wird jemand zitiert: Es kann nicht sein, dass über 50 Prozent der Fördermittel in die Solarenergie gehen, die rund drei Prozent zur Stromherstellung beiträgt. - Das sehe ich auch so.

* Mann+Frau+Kind bei 4000 kWh/Jahr

 

Wie lange die Deutschen noch auf Ökostrom stehen, wenn es ihnen immer mehr ans eigene Portmonee geht, bleibt abzuwarten. Bei derzeit 3,59 Cent/kWh und 4000 kWh/Jahr wären es 143,60 Euro/Jahr, also "nur" 12 Euro im Monat (zusätzlich). Das sollte einem die Umwelt schon Wert sein. Doch wenn nicht nur der eigentliche Strompreis immer mehr ansteigt sondern auch noch der Ökostromaufschlag könnte es sein, das dem Otto-Normal-Verbraucher bald die Förderung der 3% Stromherstellung durch Solarenergie zu teuer wird und er anfängt umzudenken. (15.Jan.'12)

Nachtrag:

 

Die CO2-Lüge - bild.de vom 08.02.'12

Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft!

... Sicher: Wir brauchen mehr erneuerbare Energien. Aber bitte dort, wo sie wettbewerbsfähig und wirtschaftlich sind. Und nicht in Deutschland, wo Solarmodule nur 10% des Jahres volle Leistung bringen. Dieser Wahnwitz kostet uns 8 Milliarden Euro/Jahr. Zahlen müssen die kleinen Leute in den Mietwohnungen, die sich ein Solardach nicht leisten können. Und Hausbesitzer oder reiche Investoren können Kasse machen ...

Link: bild.de/politik/inland/erneuerbare-energie/stoppt-solar-und-windkraft-22510594.bild.html

Weitere Fragen die ich mir gestellt habe:

 

Sind Solarzellen Sondermüll?

 

Zitat von: fr-online.de/wirtschaft/solarzellen-ein-berg-von-sondermuell,1472780,3294116.html - 20.07.'09

Solarzellen: Ein Berg von Sondermüll

Cadmiumhaltige Module bergen ein Umweltrisiko. In einer Halle in Thüringen lagern 450 Tonnen aus einer Insolvenz. Die Entsorgung soll 350.000 Euro kosten.

 

Zitat von: awm-muenchen.de/index/abfalllexikon/liste/eintrag/solarzellen.html

Solarzellen - Problematische Inhaltsstoffe:
Dünnschicht-Solarzellen enthalten bisweilen Halbleiter aus giftigen Blei-, Cadmium- und Arsenidverbindungen. Daher ist die Entsorgung defekter Solarzellen im Restmüll unzulässig.

 

Einige Nachforschungen im Internet ergaben, das es Solarzellen gibt, die Sondermüll sind und das es welche gibt, die kein Sondermüll sind. Das hat offenbar mit dem verschiedenartigen Aufbau der Solarzellen zu tun. Auf jeden Fall dürfen Solarzellen nicht in den Hausmüll sondern müssen recycelt werden. Die dafür zuständigen Firmen wissen dann, wie sie mit den jeweiligen Solarzellen richtig umzugehen haben.

Erzeugen Solarzellen mehr Energie als ihre Herstellung kostet?

 

Ich hatte einen Bericht im Internet gefunden, aus denen hervorging, das eine Solarzelle nach 3-4 Jahren die Energie erzeugt hat, die zu ihrer eigenen Herstellung verbraucht wurde. Und da Qualitätszellen nach 20 Jahren angeblich noch 80% Leistung geben sollen könnte man somit davon ausgehen, das Solarzellen mehr Energie erzeugen, als ihre Herstellung verbraucht hat.

 

Etwas was bei dieser Überlegung allerdings nie berücksichtige wird, ist die Energie die beim recyceln verbraucht wird. Somit müsste man eigentlich fragen: Erzeugen Solarzellen mehr Energie, als ihr Herstellungsprozess und ihre Entsorgung an Energie kostet? Wenn man rein rechnerisch nach einmal von 3-4 Jahren ausgehen würde, erzeugt eine Solarzelle nach 20 Jahren 5-6x soviel Energie wie ihre eigene Herstellung und Entsorgung an Energie kosten würde. Also ein Energiegewinn, oder?

 

Wiederum muß man überlegen, wieviel Energie erzeugt denn eine Solarzelle? Geht man bei solchen Berechnungen von der optimalen Energieausbeute bei ständiger direkter Sonneneinstrahlung aus? 12 Std. ist Tag, 12 Std. ist Nacht, grob gesehen, und am Tag ist es auch mal bewölkt oder im Winter bedeckt Schnee die Solarzellen. In einigen Teilen Deutschlands scheint viel häufiger die Sonne als in anderen Teilen. Wann somit die verbrauchte Energie zur Herstellung bzw. die noch zu verbrauchende Energie zur Entsorgung der Solarzellen wieder drin ist, hängt von vielen individuellen Faktoren ab.

 

Laufende Unkosten?

 

Versicherung für Solarzellen. Wenn z.B. bei einem Sturm sich Teile der Anlage lösen und einen Passanten verletzen oder ein Blitz schlägt ein oder Diebe stehlen die Anlage oder sie wird durch Feuer oder Löscharbeiten oder durch Vandalismus beschädigt, all das muß über eine Versicherung abgedeckt werden.

 

Reinigungskosten für Solarzellen: Bei geringer Dachneigung wird Staub und Schmutz nicht so leicht durch den Regen weggespült. Hinzu können Blätter, Vogelkot und an den Rändern Moos kommen und im Winter natürlich eine Schneedecke.